Haustaube
(Columba livia domestica)

  • Familie: Tauben – Columbidae

  • Allgemeine Beschreibung: Bekannter Anblick in Städten und auf Marktplätzen. Farbskala umfangreich, von ganz weiß bis mehrfarbig.

  • Größe: Länge 29–35 cm, Flügelspannweite 60–68 cm, Gewicht 315–410 g.

  • Nest: Unordentlich aus Reisig und Halmen gebaut. Nestplatz in Dachböden, in Nischen von Gebäuden, auf Brückenpfeilern, in Wandvertiefungen.

  • Brut: Mehrere (bis zu 4) Gelege pro Jahr. Unter günstigen Verhältnissen auch im Winter. Legt 2 Eier. Beide Elternteile brüten, Brutdauer 17 Tage. Jungvögel nach 35 Tagen flügge.

  • Vorkommen: In Städten und im Umkreis von Ansiedlungen. Selten auf dem Land.

  • Zugverhalten: Standvogel.

  • Nahrung: Erbsen, Körner, Samen, auf Straßen und in Höfen zu findende Essensreste. Jungvögel werden mit der „Kropfmilch“ gefüttert.

  • Stimme: Gurrendes „kur-ruu-kuu, kur-ruu-kuu”.

Die Felsentaube ist ursprünglich eine südeuropäische Taubenart, aus der sich in den Städten die Haustaube entwickelt hat. Das Aussehen der Haustaube variiert stark. Die Unterscheidung von Haustauben, die wie die Felsentaube aussehen, von der Hohltaube kann schwierig sein. Die Haustaube hat jedoch immer an den Flügeln zwei schwarze Bänder, ihr Bürzel ist weiß und die Flügelunterseite ist hell. Die Läufe der Felsen/Haustaube sind rötlich. Der Schnabel ist grau und an der Basis variierend weiß. Die Regenbogenhaut des Auges ist orangerot

 
 

Die verwilderte Haustaube

Verwilderte Haustauben bringen in der Regel katastrophale Folgen mit sich und stellen Stadtverwaltungen diesbezüglich vor enorme Probleme, denn neben Kotver- schmutzungen sind sie gefährliche Krankheitsüberträger.

Trotz aller Gefahren wird die Taube bei vielen Menschen mit dem Friedenssymbol verbunden; oder seien es die Urlaubserinnerungen an Venedig - Markusplatz und Tauben. Die Diskussionen über die Taubenproblematik wird in der Regel auf zwei Ebenen - der sachlichen und der gefühlsbetonten - geführt. In diesem Kontext wollen wir Ihnen mit Fakten aufzeigen, dass verwilderte Haustauben sehr ernstzunehmende Krankheitsüberträger sind.

 

Herkunft - Lebensweise - Biologie

In Deutschland gibt es mehrere wildlebende Taubenarten, wobei die verwilderte Haustaube in den Städten eine besondere Stellung einnimmt. Sie stammt ohne Zweifel von der Felsentaube (Columbia livia) ab, allerdings ist es kaum möglich, einen direkten Bezug herzustellen.

Verschiedene Züchtungen über mehrere Jahrtausende und wild erbrütete Nachkommen lassen einen Zugriff auf die Felsentaube kaum mehr zu. Die Zerstörung vieler Taubenschläge im 2. Weltkrieg, die günstigen Nistmöglichkeiten in Ruinen, sowie die intensive Fütterung durch den Menschen hat dazu beigetragen, dass der Siegeszug unvermindert anhält.

Das Farbspektrum der Gefieder ist sehr reichhaltig gefächert, von schwarz, weiss, blau bis braun. Ebenso variabel ist die Größe der Tiere, welche zumeist bei ca. 35 cm liegt; sie wiegen zwischen 350 und 500 Gramm.

Die verwilderten Haustauben haben ihre Fressgewohnheiten dem Lebensraum Stadt angepasst, wobei das Spektrum über Brot, Brötchen, Bockwurst, Abfälle von Fast - Food bis hin zu Ketchup, Mayonnaise und Senf reicht.

Anpassung wird von allen Lebewesen der Erde gefordert, es gibt aber Verhaltensweisen, die sich nur sehr schwer und langfristig ändern lassen. Die verwilderte Haustaube ist von Natur aus Höhlenbrüter und nistet nach ihren von der Felsentaube abstammenden Bedürfnissen. Aufgrund ihrer Empfindlichkeit gegen Kälte und Zugluft legen sie ihre Nistplätze zumeist auf geschützten Süd- und Ostseiten von Gebäuden an. Strassenbrücken, versteckte Winkel von Kirchtürmen oder defekte Dächer mit Zugang zum Dachboden sind vorrangig genutzte Plätze. Weniger gegen Witterungsverhältnisse geschützte Plätze bilden hier eher die Ausnahme.

Weniger konformes Verhalten zu Ihrer Abstammungsrasse zeigt die verwilderte Haustaube bei der Anzahl der Bruten pro Jahr. Im Gegensatz zur Felsentaube, welche 2-3 Bruten jährlich zieht, bringt es die verwilderte Haustaube unter guten Bedingungen nicht selten auf 10 Bruten. Knapp 4 Wochen nach dem Schlüpfen verlassen die Jungtauben das Nest und sind nach ca. 6 Monaten geschlechtsreif. Nur Winterbruten schränken die Vermehrungsrate ein, da diese aufgrund der niedrigen Temperaturen nicht überleben können. Des weiteren sorgt eine mangelnde Trinkwasserversorgung in heißen Tagen für eine Dezimierung des Bestandes, aber trotz dieser Einschränkung gibt es bei der verwilderten Haustaube noch immer ein beträchtliches Vermehrungspotential.

Tauben treten biologisch formuliert in Schwärmen auf. Diese beschränkt sich aber nicht nur auf das gemeinsame Auftreten, sondern gibt es hier auch feste Futter- und Nistplätze. Abnormes Verhalten oder plötzliches Auffliegen eines Tieres führt innerhalb von Sekunden zur Flucht des gesamten Schwarmes. Im Gegensatz dazu können die verwilderten Haustauben sehr zutraulich werden und fressen bei Gewöhnung an den Menschen sogar aus der Hand.

 

 
 
 

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